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Hosting-Umzug
ohne Ausfall

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Wann sich ein Wechsel lohnt

Du willst deine Website umziehen, zügeln, migrieren oder den Anbieter wechseln? Die Gründe sind meist dieselben. Der alte Server unterstützt keine aktuelle PHP-Version mehr. Die Seite ist spürbar langsam. Der Support antwortet nicht. Oder der Vertrag ist teurer geworden, ohne dass etwas besser wurde.

Ein Umzug ist kein Hexenwerk, aber er hat Fallen. Am häufigsten gehen Mails verloren oder die Seite läuft nach dem Umzug nicht mehr, weil die PHP-Version nicht passt. Beides lässt sich mit einem festen Ablauf vermeiden. Ich arbeite regelmässig mit Hostpoint, Metanet und Cyon, ob für Redaxo, WordPress oder eigenes PHP.

Zeitplan, grob gerechnet: Bestandsaufnahme und Vorbereitung brauchen ein paar Tage, der Testumzug einen halben bis einen Tag, die Umschaltung selbst dauert Minuten. Der Zeitplan hängt vor allem davon ab, wie schnell der alte Anbieter Zugangsdaten und Freigaben liefert. 

Checkliste vor dem Umzug

Diese 12 Punkte klärst du, bevor irgendetwas verschoben wird. Wenn du sie abhaken kannst, ist der Rest Routine.

  1. Alle Zugänge sammeln. Hosting-Panel, FTP/SFTP oder SSH, Datenbank, Domain-Registrar, DNS-Verwaltung.
  2. Inventar der Domains. Welche Domains und Subdomains hängen am Hosting? Auch alte Weiterleitungsdomains nicht vergessen.
  3. Aktuelle PHP-Version und Erweiterungen notieren. Die neue Umgebung muss dieselben Erweiterungen mitbringen, sonst läuft die Seite nicht.
  4. Datenbank und Dateien vollständig sichern. Ein Backup, das du nur einmal gemacht, aber nie geprüft hast, ist keines. Teste die Wiederherstellung.
  5. Cronjobs auflisten. Newsletter-Versand, Backups, Importe, geplante Aufgaben im CMS. Sie werden beim Umzug gern vergessen.
  6. E-Mail-Postfächer erfassen. Alle Adressen, Weiterleitungen, Aliase, Grösse der Postfächer, wo die Mails gelesen werden (IMAP, POP3, Webmail).
  7. DNS-Einträge exportieren. A, AAAA, MX, TXT (SPF, DKIM, DMARC), CNAME und alles, was Dritte setzen, etwa Microsoft 365 oder Newsletter-Tools.
  8. TTL senken. Rund 48 Stunden vor der Umschaltung die TTL der betroffenen Einträge auf 300 Sekunden stellen.
  9. SSL-Zertifikate klären. Gibt es ein eigenes Zertifikat, oder stellt der neue Anbieter automatisch eins aus? Zertifikat nach der Umschaltung prüfen.
  10. Weiterleitungen und .htaccess sichern. Umleitungen, Rewrite-Regeln und Passwortschutz müssen auf dem neuen Server gleich funktionieren.
  11. Zeitpunkt und Rollback festlegen. Umschalten am besten ausserhalb der Stosszeiten. Der alte Server bleibt aktiv, bis alles geprüft ist. Dann kannst du zurück, falls nötig.
  12. Kontrollliste für danach. Formulare, Login, Shop-Checkout, Mailversand, Suchmaschinen-Weiterleitungen und Sitemap testen.

Ablauf in 4 Schritten

  1. Bestandsaufnahme. Ich gehe die Checkliste mit dir durch und prüfe, was auf dem alten Server wirklich läuft. Ergebnis ist ein kurzer Plan mit Termin.
  2. Testumzug. Die Seite wird auf dem neuen Server aufgebaut, während die alte unverändert online bleibt. Ich teste sie über eine temporäre Adresse oder die lokale hosts-Datei, ohne dass Besucher etwas merken.
  3. DNS-Umschaltung mit tiefer TTL. Die TTL (Time to Live) sagt, wie lange DNS-Server einen Eintrag zwischenspeichern. Ist sie vorher tief gesetzt, greift die Umschaltung innert Minuten statt Stunden. Danach stelle ich die TTL wieder höher.
  4. Kontrolle. Seite, Formulare, Login, Mails und SSL prüfen. Der alte Server bleibt noch einige Tage aktiv. Sollte etwas schiefgehen, stellen wir den DNS-Eintrag zurück. Das ist der Rollback-Plan.

Mails nicht vergessen

Mails sind der heikelste Teil. Die Postfächer ziehen nicht automatisch mit. Vorgehen in Kurzform.

  • Postfächer auf dem neuen Server anlegen und den Inhalt kopieren (IMAP-Sync).
  • MX-Einträge erst umstellen, wenn die Postfächer bereit sind.
  • Nach der Umstellung nochmals synchronisieren, damit Mails aus der Übergangszeit nicht fehlen.
  • SPF, DKIM und DMARC auf den neuen Versandserver anpassen, sonst landen deine Mails im Spam.
  • Läuft die Mail über Microsoft 365, bleibt sie ohnehin unabhängig vom Hosting. Dann sind nur die DNS-Einträge wichtig.

Nach dem Umzug betreue ich die Website auf Wunsch weiter, mehr dazu unter Wartung und Support.

Typische Stolpersteine

Diese vier Punkte verursachen die meisten Probleme nach einem Umzug.

PHP-Version

Neue Server laufen oft mit neuerem PHP als der alte. Alte Websites nutzen dann entfernte Funktionen und zeigen einen weissen Bildschirm. Wenn dein CMS oder deine Module die neue Version nicht mögen, kombinieren wir den Umzug mit einem PHP-Update. Bei Redaxo hilft ein Redaxo Update.

Cronjobs

Geplante Aufgaben laufen oft auf dem alten Server und sind nirgends dokumentiert. Nach dem Umzug fehlen dann Newsletter, Importe oder Backups. Darum steht das Inventar auf der Checkliste.

SSL

Zertifikate sind an den Server gebunden. Nach der Umschaltung muss auf dem neuen Server ein gültiges Zertifikat aktiv sein, sonst erscheint eine Browserwarnung. Auch die Weiterleitung von http auf https prüfe ich.

Weiterleitungen

Rewrite-Regeln in der .htaccess und Weiterleitungen alter URLs gehören zur Seite. Gehen sie verloren, verlierst du Besucher und Rankings. Ich vergleiche sie vor und nach dem Umzug.

Häufige Fragen

Wie lange ist die Seite offline?

Bei sauberem Ablauf gar nicht. Die alte Seite läuft weiter, bis die neue getestet ist. Bei der DNS-Umschaltung sehen manche Besucher kurz noch die alte Version, bei tiefer TTL meist nur wenige Minuten. Offline ist die Seite nur, wenn etwas schiefgeht, und dann schalten wir zurück.

Gehen Mails verloren?

Nicht, wenn die Reihenfolge stimmt. Postfächer zuerst kopieren, dann die MX-Einträge umstellen, dann nochmals synchronisieren. Mails, die in der Übergangszeit noch beim alten Server ankommen, holen wir so nach.

Muss die Domain mit umziehen?

Nein. Hosting und Domain sind getrennte Dinge. Die Domain kann beim bisherigen Registrar bleiben, du änderst nur die DNS-Einträge oder die Nameserver. Ein Domain-Transfer ist optional und ein eigener Schritt.

oder anrufen: +41 79 219 99 32

Schick in der Mail mit, wie deine Website heisst, bei welchem Anbieter sie heute liegt, wohin sie soll, mit welchem CMS sie läuft und wie viele Mail-Postfächer es gibt. Drei Sätze reichen. 

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