PHP-Update und Rettung
von altem Code
Warum die PHP-Version wichtig ist
Jede PHP-Version bekommt nur eine begrenzte Zeit Sicherheitsupdates. Danach wird eine bekannte Lücke nicht mehr gestopft. Deine Website läuft vielleicht noch, aber sie ist ein offenes Ziel. Dazu kommt: Hoster schalten alte Versionen irgendwann ab. Dann geht die Seite von heute auf morgen nicht mehr, meist mit einer weissen Seite oder einem Fehler 500.
Welche PHP-Version aktuell noch Sicherheitsupdates bekommt, zeigt die Übersicht auf php.net. Taucht deine Version dort nicht mehr als unterstützt auf, ist das Update überfällig.
Auch dein CMS hat Mindestanforderungen. Aktuelle Redaxo-Versionen verlangen zum Beispiel eine aktuelle PHP-Version. Wer Redaxo aktuell halten will, kommt am PHP-Update also nicht vorbei. Mehr dazu auf der Seite zum Redaxo Update.
Typische Fehler nach dem Update
Alter Code wurde oft für PHP 5 oder 7 geschrieben. Mit PHP 8 wird PHP strenger. Was früher nur eine Warnung war, stoppt jetzt die Seite. Die häufigsten Ursachen:
- Entfernte Funktionen. Zum Beispiel each(), create_function() und die alten mysql_*-Funktionen gibt es nicht mehr.
- Strengere Typen. Ein Aufruf mit null oder dem falschen Datentyp führt zu Fehlern, die vorher stillschweigend durchgingen.
- Veraltete Plugins und Module. Besonders Eigenbauten und Erweiterungen, die niemand mehr pflegt.
- Deprecated-Meldungen. Sie brechen noch nichts, werden aber in der nächsten Version zum Problem. Besser jetzt aufräumen.
Meist sind es wenige Stellen, die ein Problem machen. Man muss sie nur finden, bevor die Besucher es tun.
Vorgehen in 4 Schritten
- Audit. Ich schaue Code, Plugins, Module und Server an und prüfe, was mit der Ziel-Version nicht mehr läuft. Du bekommst eine Liste mit dem Aufwand.
- Staging. Vorher gibt es ein Backup von Dateien und Datenbank. Dann baue ich eine Testumgebung auf, in der ich die neue PHP-Version ausprobiere. Deine Live-Seite bleibt unberührt.
- Fixes. Ich behebe, was kaputt geht, und teste die wichtigen Seiten, Formulare und den Shop-Ablauf, falls es einen gibt.
- Livegang. Wir schalten die neue Version beim Hoster um. Falls etwas hakt, kann ich sofort zurück. Danach beobachte ich die Fehlerlogs.
Ziel ist normalerweise die aktuelle, noch unterstützte PHP-Version. Welche Version passt, hängt von Code und CMS ab. Läuft das Update zusammen mit einem Serverwechsel, schau auch auf die Seite zum Hosting-Umzug.
Wann ein Neuaufbau sinnvoller ist
Retten lohnt sich meistens. Aber nicht immer. Ein Neuaufbau ist die bessere Wahl, wenn:
- der Code auf PHP 5.6 oder älter basiert und fast jede Datei angefasst werden müsste,
- das CMS oder Framework nicht mehr gepflegt wird und es keine Update-Möglichkeit gibt,
- der Aufwand für die Fixes grösser würde als für eine saubere neue Lösung.
Das sage ich dir ehrlich nach dem Audit. Dann siehst du schwarz auf weiss, was Retten bedeutet und was ein Neuaufbau, zum Beispiel mit Redaxo. Nach dem Update lohnt sich auch ein Blick auf Wartung & Support, damit die Seite nicht wieder veraltet.
Praxis und FAQ
Ist meine PHP-Version noch sicher?
Das hängt von der Version. Jede Version bekommt nur eine begrenzte Zeit Sicherheitsupdates, den aktuellen Stand zeigt php.net. Läuft deine Seite auf einer Version, die dort nicht mehr unterstützt wird, plane das Update jetzt.
Geht meine Redaxo- oder WordPress-Seite kaputt?
Nicht, wenn man sauber vorgeht. Ich teste zuerst auf einer Kopie. Kritisch sind meist alte Plugins und Eigenbauten. Aktuelle Kernversionen laufen in der Regel problemlos.
Kann man PHP 5.6 noch retten?
Manchmal. Der Sprung von 5.6 auf 8.x ist gross, und es wird viel Code angepasst werden müssen. Nach dem Audit weisst du, ob sich Retten oder Neuaufbau mehr lohnt.
oder anrufen: +41 79 219 99 32
Schreib mir in der Mail kurz die URL der Seite, das CMS (falls bekannt), den Hoster und die aktuelle PHP-Version. Drei Sätze zum Problem reichen.